Freitag, 15. August 2008

Nachtbusse von hier bis da

Sooo, was aber ist eigentlich die letzten Tage wieder passiert?
In Cusco haben wir noch Moray besucht (siehe Fotos unten), hier haben die Inca in tiefen Gruben Terrassen angelegt, wo sie bei gemaessigten Temperaturen und genau regulierbarem Wasserzufluss die ersten Versuche mit Pflanzen anstellen konnten - bis heute ist Amerika ja ein Vorreiter auf diesem Gebiet ;-)
Dann ging es nach Arequipa, in der Hoffnung vielleicht die Exkursion vom Geo-Institut Erlangen dort ueberfallen zu koennen. Leider hatten sie es aber wohl trotz Durchfall-Epidemien in den Colca-Canyon geschafft, wohin ich ihnen dann nicht gefolgt bin. Kaum waren wir aber im Nachtbus Richtung Lima, sind sie wahrscheinlich gerade angekommen.
Schade, aber bis Oktober is jetzt ja auch nimmer lange :-)
In Lima hab ich versucht mich daran zu erinnern dass ich hier ja schon mal war - und tatsaechlich sind wir nie ganz verloren gegangen. In Lima haengt den ganzen Winter ueber ein grausliger Kuestennebel, daher nahmen wir sofort den naechsten Nachtbus in die naechsten Berge.
In Huaraz angekommen fanden wir ein sehr empfehlenswertes Hostel, weil: klein, man immer der einzige, daher umsorgte Gast ist, unten die Reste eines Internetcafes benutzt werden koennen.... das Ding heisst Interroy Hostel.
Nachdem wir den sehr teuren Parkeintritt bezahlt hatten (12€, um die wir uns mit genuegend jammern anscheinend auch haetten druecken koennen), ging es das Quilcayhuanca-Gletschertal entlang. Hier konnte ich mal mit meinem, sich verfluechtigenden geologischen Wissen glaenzen und Hans auf alte Endmoraenden, Kare, Gletscherschliff und aehnliche hochinteressante Dinge hinweisen. Etwas weiter oben im Tal gabelten wir dann Daniel, einen Oesterreicher auf, und zu dritt ging es von da an steil bergauf.
Auf 4500m wurde gecampt. Ich hatte seit 3 Tagen schnupfen und schlief deshalb nicht gut, tja und wenn ich schlief, dann konnte Hans aufgrund des Geschnorchels nicht schlafen... alles in allem eine recht kurze Nacht, auch wenn sie eigentlich 11 Stunden dauerte.
Am Morgen war alles huebsch verschneit - auch das Geroellfeld am Pass, was das Vorwaertskommen ein bischen erschwerte. Trotzdem gelangten wir wieder gut zu Tal und liesen die Berge hinter uns.
Ein Tag bummelten wir noch durch die Bergdoerfer Caraz und Yungay, dann ging es mit dem Nachtbus (wer haette es gedacht) nach Trujillo und dort an den Strand. Ziemlich schoen war es dort in Huanchaco: Nebensaison, billige Hostels, billiges aber soooo leckeres Essen aus allem was so im Meer herumschwimmt, Live-Unterhaltung durch die Surf-Anfaenger am Strand (-->Hans ;-) und so weiter.
Leider hiess es abends fuer mich: Nachtbus! und mit dem ganzen Sonnenbrand auf dem Ruecken waren die Sitze doch recht unbequem.

Morgens stieg ich leicht verschlafen in Aguas Verdes aus dem Bus und als ich den Lonely Planet aufschlug, sagte mir dieser, dass ich mich jetzt am "schlimmsten Grenzuebergang Suedamerikas" befaende. Es war aber sofort Hilfe zur Stelle in Form eines David, der mir erklaerte, dass mir sowieso nix anderes uebrigbliebe als meine 100$ fuer 4$ in Kleingeld zu wechseln, mit insgesamt 3 Taxifahrten die noetigen Stempel fuer Ein-und Ausreise einzusammeln - mich dabei nicht entfuehren/ueberfallen/ausrauben etc zu lassen - nun gut, nachdem ich den genannten Beschuetzer dann auch noch mit 6 (statt 20$) fuer seine Dienste entlohnt hatte, ging es weiter.
Diesmal mit dem Tagbus.
Ich wollte einen Tagbus, weil die Panamericana hier eigentlich am Chimborazo und Cotopaxi, zwei Riesen-Super-Vulkanen, vorbei nach Quito fuehrt
... konnte ich ahnen, dass die Busse der Gesellschaft "Panamericana" aber nicht auf eben dieser Strasse fahren?!! Stattdessen ging es 10 Stunden lang durch Bananenplantagen. Auch nicht schlecht.

In Quito hab ich dann wenigstens ein schoenes Hostel gefunden (Secret Garden). Und am naechsten Tag bin ich so schnell wie moeglich ein Stueck zurueck, diesmal auf der RICHTIGEN Panamericana. Leider war der Cotopaxi in dicke wolken gehuellt, und bis zum Chimborazo kam ich nicht. Dafuer marschierte ich um die Quilotoa-Lagune, eine Kratersee, der doch tatsaechlich seeeehr schoen war, und mir endlich mal die wirklich schoen Seite Ecuadors zeigte.
Heute hab ich mir Quito nochmal bei Tageslich angeschaut, und auch das hat mich wirklich gut gefallen.

Und morgen gehts nach Mexico - auch nicht schlecht *g*

1 Kommentar:

Carolin Laura hat gesagt…

hihi in huanchaco hatt ich auch meinen schlimmsten sonnenbrand!
ansonsten hört sichs ja echt schön an! bei mir war die grenze wasser- und menschenüberflutet sodass man selbst zufuss kaum noch durchkam und in den besagten bananenplantagen hatte mein bus mitten in der nacht ne dicke panne! also, weiterhin soviel glück, obwohl ich ja fast beleidigt sein sollt, dass du mein super hintenrumgeheimtipp einfach so in den wind geschlagen hast!